HERR H.
Einzelausstellung von Aleksandra Badashkeeva (1986 – 2024)
kuratiert von Sergei Lotsmanov
Ausstellungsdauer 12. – 22. Mai 2026
Öffnungszeiten: Di – Fr 11.00 – 18.00, Sa 11.00 – 17.00
Eröffnung 11. Mai 2026, 18:00 – 21:00
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Sergei Lotsmanov | goluboicvetok@gmail.com
Aleksandra Badashkeeva war Künstlerin, Illustratorin und Autorin. Für „Herr H.“ entwickelte sie eine einzigartige visuelle Sprache, die das Erzählen in ein vielschichtiges Geflecht aus expressiven Bildern und tiefen Texturen verwandelt.
Die Technik, in der die Serie ausgeführt ist, verbindet auf organische Weise modernistische Traditionen mit persönlicher Reflexion unterschiedlicher kultureller Hintergründe. Die Ausstellung bietet die Möglichkeit, dem Werk der Künstlerin zu begegnen, deren Arbeiten sich an der Schnittstelle zwischen klassischer Grafik und zeitgenössischem visuellen Erzählen bewegen.
„Ich hatte schon immer den Wunsch, ein Werk über die Psyche der Deutschen zu schreiben. Dabei stellte ich mir eine besondere, geordnete und strenge Welt vor, in der wenig Raum für Reflexion bleibt – eine Welt, in der ein ausgeglichener und ruhiger Mensch pflichtbewusst arbeitet, wählt, Steuern zahlt, eine Familie ernährt, eine Wohnung und Möbel auf Raten kauft und bemüht ist, alles in einem äußerst anständigen Zustand zu halten. Und all dies sollte in Österreich stattfinden – einem Land, das mir nach meinen wenigen Eindrücken wie eine verstärkte Version Deutschlands erschien. Die Erzählung sollte sich um das Sein, Askese, Melancholie, die Unterdrückung des schöpferischen Anfangs im Menschen sowie das Erwachen von Verneinung, Nihilismus und sogar leiser Rebellion drehen. Um jene Momente, in denen ein Mensch plötzlich seine politischen Überzeugungen hinterfragt, eine Wüste erobert, über sieben Meere reist, zum Dichter wird, sein gesamtes Vermögen im Kampf gegen unbekannte Krankheiten spendet oder sich Religion und Messianismus zuwendet. Meine Geschichte habe ich entschieden, in der Form moderner Comic-Medien zu erzählen.“ — A. Badashkeeva.