Ausstellung

Tone Fink, Hannes Rohringer

präsentiert von Andrea Müller
7. – 13. Dezember 2020

In der Adventszeit wurde eine Reihe von Skulpturen und Bilder der vergangenen Jahrzehnte von Tone Fink sowie Kunstwerke unter dem Titel „Packaging Reloaded“ von Hannes Rohringer ausgestellt. Die Eröffnung fand unter Beisein von Hannes Rohringer, der durch die Ausstellung führte, statt.

Tone Fink lebt und arbeitet in Wien und Vorarlberg. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste bei Prof. Weiler und Melcher in Wien. Tone Fink ist Zeichner, Maler, Objektemacher, Performance- und Filmkünstler. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen wie den Preis der Stadt Wien für Bildende Künste, Konstanzer Kunstpreis, etc. Seine Werke wurden in der Albertina, Secession und Museum moderner Kunst in Wien sowie weiteren Museen und Galerien in Österreich, Deutschland, Tokio ausgestellt.

Hannes Rohringer geboren, lebt und arbeitet in Seewalchen am Attersee/OÖ. Hannes Rohringer studierte an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien und ist interdisziplinär in den verschiedensten künstlerischen Bereichen, wie Architektur, Fotografie, Installation, Design oder Skulptur tätig. Seine Arbeiten werden regelmäpig in renommierten österreichischen und internationalen Galerien als auch bei Art Festivals gezeigt.

Im Mittelpunkt seiner künstlerischen Herangehensweise steht die Auseinandersetzung mit dem Mensch als Maß aller Dinge, im Guten wie auch im Negativen. Vor allem unser soziales und neoliberales Handeln mit konsum- oder human Material und deren un/achtsamen Verwendung findet in dieser Werkserie seine Thematisierung. Der Künstler richtet seinen Blick nicht auf das vermeintlich Wahre, Gute und Schöne der modernen westlichen Produkt- und Leistungspalette, sondern auf das Prozesshafte und im Konkreten auf das, was übrig bleibt. Diese Übrigkeiten, das achtlos Weg- und Hingeworfene beschäftigt Hannes Rohringer, und indem er die Reste unserer Wegwerfgesellschaft aus dem Ende ihres Lebenskreislaufes entreißt und sie künstlerisch bearbeitet, führt er sie einer genauen Betrachtung, einer neuen Bewertung zu. Sie werden zu Abbild und Bildträger, zu autonomen Kunstobjekten, die nicht nur Fragen nach unserem Umgang mit der Ressource Natur, sondern auch nach der eigenen Verantwortung und der Nichtigkeit und Endlichkeit allen Seins aufwerfen.

Text: Mag. Silvia Müllegger, Kuratorin/Kunsthistorikerin